»Es ging mir betreffend Haydn wie wohl vielen meiner Generation: In den 40er Jahren, also in der Zeit meiner Pubertät; lernte ich durch einen wunderbaren Klavierlehrer klassische Musik kennen - eine erste Faszination durch die Haydn-Sonate in C - Dur.
Aber bald überspülte der Titan Beethoven alles - Haydn, Mozart wurden zu Vorgängern.
Erst spät im Alter von 60 und mehr Jahren kam es bei mir zu einer Wieder- ja Neuentdeckung Haydns: Streichquartette, Sinfonien, Klaviersonaten - er lässt mich nicht los.
Die Idee der 18stimmigen Hommage zeitgenössischer Komponisten ist faszinierend und ich mache da mit Begeisterung mit.
Zum Schluss noch eine Anekdote: Manchmal passiert es mir hier in Berlin, dass ich in einem Konzert schlechte Musik hören muss. Verstimmt nach Hause fahrend lege ich mir dann ein Haydnquartett zur Ohrenreinigung auf.«